Vom Zuschauer zum Macher
19.09.2019

Packen zu dritt hinter den Kulissen in der Sparkasse Vogtland Arena mit an: Luis, Kai und Luca Laukner (von links). Foto: Brand-Aktuell

Klingenthal. Noch zwei Wochen sind es, bis die besten Skispringer der Welt ihr Finale der Sommer Grand Prix-Serie in der Sparkasse Vogtland Arena austragen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Und wie immer kann der Vogtländische Skiclub Klingenthal (VSC) als Veranstalter auf viele Helfer bauen, die hinter den Kulissen mit zupacken. Zu ihnen gehören auch Kai Laukner und seine Zwillinge Luis und Luca.

Dabei kann man den Weg von Kai Laukner in Klingenthal so beschreiben: Vom Weltcup-Zuschauer zum Weltcup-Macher.

Zuschauer war der 47jährige bei Skiwettkämpfen, weil er mit dem Wintersport schon immer verbunden ist. „Als Jugendlicher war ich Kombinierer“, erzählt er. Vor 23 Jahren zog es den gebürtigen Schneeberger der Liebe wegen nach Klingenthal. Zur Stadt am Aschberg gehört Wintersport dazu, auch zu Laukners. Inzwischen sind seine Söhne Luis und Luca Nordisch Kombinierte beim VSC Klingenthal und trainieren am Bundesstützpunkt.

Vor zweieinhalb Jahren bot sich die Chance, vom Zuschauer zum Macher zu werden. Die Arena brauchte Unterstützung. Der gelernte Elektromonteur und IT-Systemkaufmann suchte zu dieser Zeit eine berufliche Veränderung. „Da kam das Angebot gelegen. Mir war von Anfang an klar, dass dies Arbeit rund um die Uhr ist. Aber ich lebe meinen Job und die Familie unterstützt mich“, so Kai Laukner, der ein Mann der Tat und nicht der Worte ist.

Neben der Arbeit in der Sparkasse Vogtland Arena gehörte er von Anfang an bei den Wettkämpfen zum Helferteam – und das in Familie, denn seine Jungs sind auch aktiv dabei. Gleich, ob am Abend vor einem Weltcup die Schneekanonen überprüft oder während des Wettkampfs Getränke für die Aktiven auf den Schanzenturm geschafft werden müssen, Luis und Luca packen mit zu. „Für sie ist das ein gewisser Ausgleich zu Schule und Training, sie interessieren sich für die Technik in der Arena und sitzen so letztlich auch nicht nur zuhause rum“, freut sich der Vater über seine 14-jährigen Söhne.

Seit dem Frühjahr gehört Kai Laukner auch zum Organisations-Komitee. „Gut, dass ich in der Arena alles gelernt habe, von der Instandhaltung der Schanzenanlage über das Bedienen der Erlebinsbahn „WieLi“ und Schanzenführungen bis hin zur Anlage des Schneedepots. Da weiß ich jetzt, worauf es ankommt“, sagt er.

Jetzt muss er organisieren, dass alles in der Arena zusammenläuft. Dazu gehören die Beschaffung des Equipments für die Wettkämpfe, die Planung und Koordination der dafür notwendigen Infrastruktur sowie momentan die erforderlichen Werbemaßnahmen. Aber auch die Abstimmung mit den Funktionären der FIS zu den Abläufen der Wettkämpfe oder den TV Übertragungen umfassen das komplexe und abwechslungsreiche Tätigkeitsfeld.

Ein riesiger Berg an verantwortungsvollen Aufgaben ist das. „Es geht einem auch nach Dienstschluss einiges durch den Kopf, man kann nicht abschalten. Aber die Verbindung zum Sport macht Spaß, ich kann mitwirken, bin nah an der Sache dran“, sagt er in seiner ruhigen, überlegten Art. Dann schnappt er sich die Autoschlüssel, fährt zur Arena, um gemeinsam mit den Kollegen und Helfern die Erlebnisbahn WieLi zu kontrollieren und den Aufbau des mobilen Windnetzes vorzubereiten, damit zum Grand Prix am 4. und 5. Oktober alles läuft.

 

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